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König_innen-Kerzen

di paula polak - ingenieurbüro für naturnahe landschaftsplanung
Herausgegeben von in Pflanzen ·
Tags: WildpflanzenHeilpflanzenPflanzedesMonats
Naja, eigentlich heißen sie ja Königskerzen, aber im Sinne von Gender Mainstreaming, und außerdem wachsen sie in meinem Garten, und ich bin doch wohl eine Königin….

Also: 3 Arten von Königinnen-Kerzen bereichern im Moment meinen Garten, an den anderen 11 heimischen arbeite ich noch.
 
Die auffälligste der Kerzen ist, no na, die Prachtkönigskerze (Verbascum speciosum), sie wird locker frauhoch, manchmal auch mannhoch; schickt mir gerne auch Fotos von größeren Exemplaren!
Die Prächtige wirkt im Beet durchaus dominant, ist aber leider auch nur 2-jährig. Wer sich jedes Jahr daran erfreuen will, sollte 2 Jahre hintereinander Pflanzen setzen, und diese dann aussamen lassen. Bringt unendlich viele kleine Königinnen. Funktioniert aber nur auf kargen, offen gehaltenen Böden. Wasser wird kaum benötigt, da raffinierter Weise ihre Laubblätter so geformt sind, dass sie das spärliche Regenwasser zu den Wurzeln hin leiten.
 
Unspektakulär, aber gut für eher formale Gestaltungen geeignet ist die Windblumen-Königskerze (Verbascum phlomoides).
 
Interessant durch die purpurfarbenen Staubgefäße ist die schwarze Königskerze (Verbascum nigrum, siehe Titelbild). Sie wird zwar nur ca. 1m hoch, ist aber mehrjährigen, wenn auch nicht besonders langlebig. Und sie mag deutlich mehr Nährstoffe als ihre Schwestern, beides erweitert ihren Einsatzbereich enorm. Bienen und Hummeln diskriminieren nicht, sie fliegen auf alle Arten.
 
Die zukünftige Nummer 4, die Purpur-Königskerze (Verbascum phoeniceum) werde ich gleich bei Wildblumen Pointl bestellen. Die Blütenfarbe dieses zarten Wesens ist nicht nur unter den Verbascen einmalig!
 
Übrigens bezeichnete Hildegard von Bingen Königinnenkerzen als Heilmittel für ein „traurig Herz“. Also: her damit!





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