Paulas Blog - di paula polak - ingenieurbüro für naturnahe landschaftsplanung

naturnahe garten- & landschaftsplanung
Direkt zum Seiteninhalt

Das Thema im März: Wozu Bio im Ziergarten?

di paula polak - ingenieurbüro für naturnahe landschaftsplanung
Herausgegeben von in Umweltschutz ·
Tags: Umweltschutz
Biologisch produzierte Obst- und Gemüsepflanzen boomen, immer weniger Menschen möchten als Nahrungsergänzungsmittel Rückstände diverser Pestizide und chemischer Düngemittel zu sich nehmen. Ist nachvollziehbar. Wir NaturgärtnerInnen versuchen aber auch im Ziergarten so viele biologisch produzierte Pflanzen zu verwenden wie erhältlich - dazu zählen Sträucher, Stauden, Blumenwiese, Balkonblumen.

Warum?
Wir möchten nicht zum Ressourcen- und Energieverbrauch bei der Produktion der Hilfsmittel beitragen, und wir möchten keine Bienen- und allgemein Insektengifte in die Landschaft einbringen.

Das glyphosathältige Herbizid Roundup© von Monsanto u.ä. führt bei Insekten zu Wachstumsstörungen, Kurzlebigkeit, geringere Fortpflanzungsrate und bei 50-100% zum Tod, bei Amphibien sind es 70%. Schon in geringen Mengen schädigen Glyphosat und »Roundup« die menschlichen Embryonal- und Plazentazellen sowie die DNA von Menschen und Tieren.

Neonicotinoide wirken als das bekannteste Bienengift direkt auf alle Insekten, nicht nur auf die gewünschten wie Blattläuse. Und: sie machen abhängig! Neonicotinoide beeinhalten - wie der Name schon sagt - Nicotin, und machen z.B. Bienen daher süchtig. Sprich: Bienen, die mit Neonicodinoide in Kontakt gekommen sind, dies aber Überlebt haben, suchen in Zukunft gezielt weiter nach so behandelten Pflanzen - so lange, bis sie sterben. Bis dahin haben sie jedoch auch andere Artgenossinnen zur vermeintlich "guten" Futterquelle geführt.

„Von 86 analysierten Proben wurden in 97,6% dieser blühenden Pflanzen Pestizidrückstände nachgewiesen. In 79% der Proben wurden bienenschädliche Pestizide entdeckt. Die drei Neonicotinoid-Pestizide, die europaweit (inkl. in der Schweiz) für bestimmte landwirtschaftliche Verwendungen eingeschränkt wurden, um zu verhindern, dass die Bienen den Giften ausgesetzt sind, wurden in fast der Hälfte der Proben nachgewiesen: 43% der Pflanzen beinhalteten Imidacloprid, 8% Thiamethoxam und Clothianidin wurde in 7% der gesamten Proben gefunden, zum Teil in hohen Konzentrationen.“
 
Da ein Naturgarten ein sehr lebendiger Garten sein soll, voller Bienen und Schmetterlinge ergibt sich die Schlussfolgerung von selbst: Bio-Zierpflanzen braucht das Land!

Darum lassen wir gerade unsere Firma WildeBlumen biozertifizieren!



Kein Kommentar


Zurück zum Seiteninhalt