betriebsg - 2014 bwt - di paula polak - ingenieurbüro für naturnahe landschaftsplanung

naturnahe garten- & landschaftsplanung
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Ein Betriebsgelände mit Teich, Naschgarten & Spatzierweg
Betriebsgelände BWT, Oberösterreich
Steckbrief

Fläche: 4.000m² (zu bepflanzen)
Vorgaben: naturnahe Entspannungsmöglichkeiten für Mitarbeiter
Planung: April 2014
Umsetzung: Mai 2014
Kosten: Planung ca. 1.800€, Pflanzung & Anssaat ca. 10.000€

2014
Vorgaben
Die Firma Best Water Technology (BWT), ein Spezialist für  Wasseraufbereitung, hat ihr Betriebsgelände in Mondsee, Oberösterreich, erweitert. Die Firma Wilde Blumen erhielt den Gestaltungs- und Bepflanzungs-Auftrag und übertrug mir die Planung. Das Betriebsgelände grenzt an das Feldinger Moor, und bietet daher immer noch Feuchtflächen. Auch ein Teich ist noch erhalten, der - so wie die Feuchtflächen - vom  Grundwasser versorgt wird, jedoch von einem künstlich  geschütteten Damm aus Kalksteinen umgeben ist. Auf diesen Damm wurden  bauseits Moorerde und Humus für die Bepflanzung aufgebracht. Die gesamte  Fläche weist also viele unterschiedliche Standorte auf:
    • Feuchtflächen, Gräben mit saurer Moorerde
    • Mit  Kalkgestein geschüttete Flächen, über die Moorerde aufgebracht wurde,  die bei Regen, bzw. hohem Grundwasserstand unter Wasser stehen
    • Der Damm, mit Kalkgestein geschüttet, teilweise mit Moorerde, teilweise mit Ackererde bedeckt, also ein trockener Standort.

Die  moorartigen Bereiche sollten natürlich erhalten, und durch zusätzliche,  standortsgerechte Bepflanzung aufgewertet werden. Auch die künstlich geschaffenen  Bereiche sollten möglichst naturnah gestaltet werden, wobei die Mischung aus Kalkunterbau und saurem Boden  darüber etwas problematisch ist. Auf der Dammkrone führt ein Weg um die Feuchtfläche mit  Teich herum; dieser bietet auch zwei Sitzplätze, und soll von den  Angestellten in den Pausen genutzt werden können.

Die Umsetzung
Grundsätzlich - und vor allem in den geschütteten Bereichen - werden  Pflanzenarten mit weiter Standortsbandbreite verwendet. Die Bereiche  entlang des Weges wurden in 3 verschiedene Bereiche geteilt:
    • Ein  intensiv gestalteter Bereich, an den Treppenaufgang anschließend, mit  heimischen Pflanzen, aber auch mit Duftpflanzen und Naschsträuchern.  Hier wurden wurden ausschließlich Stauden und Gehölze im Container  verwendet.
    • Ein Bereich zwischen den beiden Sitzplätzen, bepflanzt mit heimischen Stauden im Container.
    • Eine Kombination aus Gruppen heimischer Stauden, dazwischen Ansaat mit Wiesenblumen.

An  den Hängen des Damms wurde eine Blumenwiesen-Saatgutmischungen  aufgebracht. Am außenliegenden Hang und um die Sitzplätze wurden Gruppen  aus heimischen Sträuchern und Kleinbäumen platziert. In den tiefer  gelegenen feuchten und wechselfeuchten Bereichen wurden entsprechende  Arten wie Betonie, Mädesüß, Blutweiderich, und Co gesetzt. Alle verwendeten Stauden stammen selbstverständlich von der Firma Wilde Blumen, das Saatgut von Voitsauer Wildblumen. Beide Betriebe sind - so wie meiner - Mitglieder im REWISA-Netzwerk.

Der Spatzierweg am Damm
Direktvergleich nach einem Jahr

2015
...zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken.

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