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Kalt, kälter, Schneerose

di paula polak - ingenieurbüro für naturnahe landschaftsplanung
Herausgegeben von in Pflanzen ·
Tags: WildpflanzenPflanzedesMonats
Die Schneerose, das heißt die bekannteste, deren Bild vor dem inneren Auge bei der Erwähnung von „Schneerose“ entsteht, ist Helleborus niger. Man nennt sie auch Christrose; das bietet einen dezenten, wenn auch selten richtigen Hinweis auf den Blütezeitpunkt: Weihnachten. Meist blüht sie im Jänner, oft auch erst im Februar oder März. Diese frühe Blüte freut zwar uns Menschen, wir wähnen dann schon den Frühling vor der Tür - aber für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die gerne Pollen und Nektar konsumieren würden, ist es noch ein bissl früh. Damit fällt auch die Bestäubung durch diese Insekten weg und die arme Pflanze ist zur Autogamie (=Selbstbefruchtung) verdammt.

Eine wunderschöne Verwandte der Christrose ist Helleborus viridis, die grüne Nieswurz. Wie der Name sagt, trägt sie attraktive grüne Kelchblätter und ist eine Bereicherung für jeden Spätwintergarten.

Beide Nieswurzen (kann man Niespulver draus machen; ich gebe lieber keine Anleitung) stehen gerne auf kalkhaltigen Böden im Halbschatten. Meine Heiligen Drei Schneerosen haben voriges Jahr die Schnecken an den Rand der Ausrottung gebracht - ich hoffe, es hat ihnen den Eingeweidesack verdorben. Denn: alle Pflanzenteile aller Helleborus-Arten sind giftig, enthalten starke Herzgifte. Allerdings findet man die hauptsächlich in der Wurzel, und auch die groben, ledrigen Blätter animieren nicht wirklich zur Konsumation.



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