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Die Krötenzeit ist da

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Herausgegeben von in Tiere im Naturgarten ·
Tags: KrötenTiereimNaturgartenRoteListe
Weil gerade nicht nur Frosch-, sondern auch Krötenzeit ist, soll es heute genau um dieses Tier gehen. Doch was unterscheidet diese beiden Tierarten denn eigentlich?

Kröte vs. Frosch
Da die Vorder- und Hinterbeine der Kröte beinahe gleich lang, und damit im Gegensatz zum Frosch nicht zum Springen geeignet sind, bewegt sich die Kröte gehend oder maximal hopsend fort. Außerdem ist sie rein körperlich wesendlich runder und plumper als ihr schlanker Verwandter und hat eine trockene, mehr oder weniger "warzige" Haut. Kröten sind Landtiere - weshalb sie auch keine Schwimmhäute zwischen ihren Zehen haben. Einzig und allein zur Laichablage finden sich männliche und weibliche Tiere in Gewässern ein. Ihr Laich wird außerdem in langen Schnüren abgelegt (siehe Foto) und nicht in großen Ballen, so wie es der Frosch tut. Nach 2 bis 3 Monaten ist die Entwicklung von der Kaulquappe zur Kröte bei den meisten Arten abgeschlossen. Danach leben sie in erster Linie an Land, wobei sie sich in einem Radius von bis zu 3km bewegen. Dies tun die meisten Kröten nur nachts, dann aber jagen sie allerlei Getier - einziges Auswahlkriterium: es muss klein genug sein, um noch in ihren Mund zu passen.

Krötenarten
In Österreich gibt es 4 verschiedene Krötenarten, wobei vor allem eine beinahe jedem irgendwo schon einmal über den Weg gelaufen ist, nämlich die Erdkröte (siehe Fotos). Die Erdkröte ist in ganz Österreich weit verbreitet und ist das hierzulande am häufigsten vorkommende Amphib. Sie fällt vor allem durch ihre extrem warzige Haut auf, ist ihre bräunlich, grünliche Färbung ansonsten doch eher unauffällig. Das Weibchen kann bis zu 12cm groß werden, das Männchen ist um einiges kleiner, wie man beim Foto rechts gut erkennen kann: das kleine Männchen klammert sich bei der Paarung oft tagelang am großen, kräftigen Weibchen fest.
 
Wesentlich unbekannter sind die anderen in Österreich vorkommenden Krötenarten:
  • Die Wechselkröte (siehe Foto rechts).
  • Die Knoblauchkröte, die ihren Namen dem knoblauchähnlichem Geruch verdankt, den sie bei Gefahr verbreitet, und deren Kaulquappen bis zu 10cm lang werden.
  • Und die Kreuzkröte, die nur im Waldviertel und im Lechtal vorkommt, durch ihre sehr großen Schallblasen jedoch die lauteste heimische Kröte ist.

Kröten im Garten
Will man Kröten fördern, sollte man im Naturgarten auf zweierlei Dinge achten: es muss genügend Totholzbereiche etc. geben, in denen Insekten leben und sich vermehren können, um Kröten wie auch Fröschen als Futterquelle zu dienen. Und Zweitens braucht es Gewässer mit großen Pflanzenbereichen, wo sie ihre Laiche abgelegen, und sich die Jungtiere entwickeln können. Ein Schwimmteich ist natürlich ideal, ein kleines Biotop reicht im Allgemeinen jedoch aus, wenn es in der Umgebung auch noch andere Laichplätze gibt. Meist muss man diese Amphibien gar nicht künstlich anlocken - gibt es eine fixe Wasserstelle, siedeln sich meist nach spätestens zwei Jahren diverse Amphibien von alleine an.



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